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Fast gleich und doch völlig anders?

Seit August besuchen Raphael, Michael, Äneas und Tobias aus Rehetobel und Trogen die Kantonsschule. Sie sind noch immer an der gleichen Schule, oder doch nicht? Im Gespräch versuchten wir den Veränderungen auf den Grund zu gehen.

Wie seid ihr an der Kanti gestartet? Welches ist der grösste Aufsteller? Was stresst euch am meisten?
Tobias: «Wir alle sind sehr gut gestartet und wir sind vor allem froh darüber, dass uns wider Erwarten neben den Hausaufgaben und dem Lernen noch Freizeit bleibt.»
Michael: «Gut finde ich es, dass ich doch noch Freizeit habe, es stresst mich aber auch, dass es Phasen gibt, wo eine Prüfung nach der anderen kommt, da kann man sich nicht mehr so auf die einzelnen Prüfungen konzentrieren.»
Tobias: «Hausaufgaben haben wir zwar nicht besonders viel, dafür müssen wir uns viel selbständiger auf die Prüfungen vorbereiten.»
Raphael: «Ich geniesse es, dass alle nett und zuvorkommend sind. Am meisten stresst es mich, dass wir keine Lernziele mehr bekommen.»
Äneas: «Schon in der Sekundarschule hatten wir eine gute Klasse und gute Lehrpersonen, das ist an der Kanti auch wieder der Fall. Die Lehrpersonen sind sehr freundlich und unterstützend.» 

Was mögt ihr an der Kanti am meisten? Was ist euer bestes Erlebnis seit dem Sommer?
Tobias: «Mein Highlight ist die Themenwoche, wir haben ganz verschiedene Dinge zum Thema Kommunikation gemacht.»
Raphael: «Mir gefällt, dass ich die Kanti schon von der Sekundarschule her kenne. Ich weiss, wo alles ist. Ich fühle mich wohl.»
Äneas: «Ich bin sehr glücklich mit meiner Klassenlehrperson. Sie sieht streng aus, ist aber cool.»
Michael: «Auch das Programmieren gefällt mir sehr gut, das ist richtig spannend, weil ich später auch etwas mit Programmieren machen möchte. Toll finde ich auch, dass wir in allen Sprachfächern Bücher lesen.»

Gibt es etwas, das ihr aus der Sekundarschulzeit vermisst?
Tobias: «Alles an der Kanti ist sehr formell. Ich musste für die zehn Minuten Absenz für dieses Interview eine Absenz beim Prorektor einholen. Die Lehrpersonen sind jetzt strikter, manchmal vermisse ich die Unkompliziertheit und natürlich meine Kollegen aus der Sek.
Äneas: «Natürlich vermisse ich meine Kollegen und meine ehemaligen Lehrpersonen und dazu auch die Lehrmittel mit dem klar erkennbaren roten Faden.»
Michael: «Neben den Kollegen und Lehrpersonen vermisse ich den Pharos (Lernraum), wo ich meine Arbeiten erledigen konnte. Jetzt muss ich alles zu Hause machen. Was ich gar nicht vermisse, ist, dass wir an der Sek noch ohne eigenen Laptop auskommen mussten.»
Raphael: «Ich vermisse die Mensakarte, von der man die Menus einfach abbuchen konnte. Das System an der Kanti ist veraltet. Aber ich habe gehört, dass es erneuert wird.»

Welches sind eure Tipps für angehende Kantischülerinnen und -schüler?
Tobias: «Macht euch nicht zu viel Stress. Ich hatte zu viel Angst vor der Prüfung. Versucht so konkret wie möglich zu lernen und trotzdem Spass zu haben.»
Raphael: «Behaltet das Unterrichtsmaterial aus der Sek und beginnt früh zu lernen. Alles, was ihr auf die Aufnahmeprüfung hin lernt, braucht ihr in der Kanti wieder.»
Äneas: «Die Grammatikeinträge aus der Sekzeit finde ich genial, behaltet sie. An der Kanti muss man selber schauen, wie man zu übersichtlichen Materialien kommt.»
Michael: «Beginnt rechtzeitig mit dem Lernen, teilt euch die Zeit gut ein und wiederholt regelmässig. Und denkt daran, dass der behandelte Stoff in der Kanti vorausgesetzt wird.»

Vielen Dank für eure Offenheit! Wir wünschen euch weiterhin viel Freude und Erfolg an der Kantonschule und werden hoffentlich noch ab und zu von euch hören. 

Mit den vier Jungs gesprochen hat Esther Rechsteiner.

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